Zwei Goldbarren

Der starke Drang ins Leben

Ohne Wahrnehmungsfilter bist du das Aufblitzen des wachen Geistes in der Erscheinungswelt.

Der Drang ins Leben nimmt in dem Platz, was sich ihm innerhalb des familiären Energiefelds zur Verfügung stellt.

Zwangsläufig bin ich als das neu in Erscheinung tretende Leben mit dem das Licht reduzierenden Schatten meines Umfelds konfrontiert.

Das Prägen der Eltern rührt aus ihrer Projektion eigenen Verletztseins und ist in dem Sinne nichts Persönliches: Sie beziehen sich nicht wirklich auf ihr Kind. Dennoch ergibt sich daraus für mich als das den Eltern nachfolgende Kind meine spezifische Persönlichkeit.

Das Geprägtsein bringt neues Geprägtsein hervor; und jedes Geprägstsein bedeutet selektives Wahrnehmen: Ich werde zu einem Wahrnehmungsfilternden.

Zwei Goldbarren

Advaita vertritt die Lehre "Es gibt keinen Filternden: Gott allein ist!". Und Ralf und Johanna vertreten die Lehre "Erkennt euren Filter und seine Ursache, dadurch befreit sich das Wahrnehmungssystem aus der Beschränkung und die Eine Präsenz wird übrigbleiben!".

Die Gretchenfrage lautet: Welche der beiden Lehren ist effektiver? Nun: Diese Lehren sich wie zwei Goldbarren. Lass keinen liegen. Nutze beide.

Friede und Freude

Dich in allen Facetten zuzulassen anstatt etwas entfernen zu wollen bringt Friede und Freude. Die Alternative zum gefühlten "Ich muss noch dies, ich muss noch das; und dieses eilende Geschäftigsein ist das Leben!" bildet das Dichniederlassen in dem, was augenblicklich ist: auch in deinem Schmerz, in deiner Trauer und in allem anderen.


Dein waches Wahrnehmen und Empfinden braucht seine Zeit und Tiefe. Im vermeintlichen Auf-das-Leben-Zueilen versäumst du das Leben.

Wenn du den Zauber wachen Präsentseins spürst, kann dein feinnerviger Wahrnehmungsraum, der du bist, ganz davon durchwurzelt sein.